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Wir erinnern uns mit Schaudern oder Entzücken an Zeiten, in denen lachsfarbene Leggins, "Vokuhila-Frisuren" und Löwenmähnen angesagt waren. Vor 25 Jahren gewährte uns Popstar "Nena" Einblicke auf unrasierte Achselhöhlen und niemand nahm daran Anstoß. Heute werden Frauen "ermahnt", die Venus zu entdecken und Körperhaar zu entfernen. Clogs, die in den 70er-Jahren omnipräsent klapperten, feierten in diesem Jahr ihr Comeback. Flip-Flops und die Gummi-Variante "Crocs" prägen schon länger das Straßenbild. Selbst Jeans - die Fixsterne am Modehimmel - müssen vom Schnitt her jährlich den Geschmacksvorgaben angepasst werden. Röhre statt Hipster. Eiffelturm statt Baggy-Stil. Wir sehen also: Bei Modetrends wird das Rad nur selten neu erfunden. Altbekannte und vor allem bewährte Stilrichtungen kommen immer wieder adaptiert in die Schaufenster. Angeblich soll es sogar Zusammenhänge zwischen Konjunktur und Rocklängen geben. In Zeiten von Krisen und fallender Börsenkurse rutscht der Saum nach oben, Wohlstand sorgt nach dieser Theorie für eher züchtige Bekleidung. Modetrends sind in jedem Fall ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die Inzenierungen auf den Laufstegen manifestieren sich in Hochglanzmagazinen, in der Werbung und letztendlich in den Köpfen der Verbraucher.
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